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EU stimmt für Verbot von 3 Planzenschutzmitteln

Am heutigen Freitag stimmten die 28 EU-Staaten über ein Verbot von drei Pflanzenschutzmitteln und deren Einsatz im Freiland ab. Grund dafür ist das wachsende Bienensterben. Die Mehrheit entschied sich für ein Verbot dieser Mittel.

 

Um welche Stoffe geht es?

Die Abstimmung bezieht sich auf die sog. Neonikotinoide (Insektizide). Sie werden eingesetzt, um Pflanzen vor den für sie schädlichen Insekten zu schützen. Europaweit sind derzeit 5 solcher Mittel zugelassen. In der Abstimmung ging es um die 3 Stoffe: Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam.

 

Wo finden Neonikotinoide derzeit ihren Einsatz?

Vorrangig werden die Mittel von Landwirten als Beizmittel verwendet. Wächst die Pflanze, so verteilen sich die Stoffe in der Pflanze – auch in im Nektar und den Pollen. Neonikotinoide können von Pflanzen nur langsam abgebaut werden, weshalb dies bspw. vor Schildläusen oder Kirschfruchtfliegen schützt.

Seit 2013 durften die 3 umstrittenen Stoffe nicht mehr in den von Bienen bevorzugten Pflanzen, wie Mais, Raps, Sonnenblumen, Kirschen, Äpfeln oder Gurken verwendet werden.

 

 

Wir wirken Insektizide auf Bienen?

Studien zufolge können Wald- und Honigbienen durch Insektizide ihre Orientierung verlieren oder bei größeren Mengen sogar lähmen oder töten.

 

Worüber wurde abgestimmt?

Die EU-Komission schlug vor die 3 umstrittenen Neonikotinoide im Freiland zu verbieten und nur noch in Gewächshäusern anwenden zu lassen. Um diese Anregung durchzusetzen, mussten mindestens 16 EU-Staaten dafür stimmen, die wiederum mindestens 65 % der Bevölkerung repräsentieren. Dies ist heute erfolgt.

 


Quelle: Spiegel Online & Top Agar

Source: https://www.tentamus.de/eu-verbot-pflanzenschutzmittel/

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